Passen die Schwebfliegen auf Pflanzengesellschaften auf?

Wann können die tschechische „Pflanzenfördermaßnahmen“ auch Schwebfliegen unterstützen

Zdeněk Janovský
Lehrstuhl für Botanik, Karlsuniversität Prag

Die Schwebfliegen sind eine wichtige Bestäubergruppe im Spätsommer und ihre Bedeutung als Bestäuber noch steigt mit dem Niedergang von Bienenzahlen in Tschechien (um eine Dritte gegen dem Zustand im 1993). Doch weniges ist gewusst über ihre Ökologie.

Wir haben den Einfluss der pflanzengezielten Fördermaßnahmen auf die Diversität der Schwebfliegengesellschaften studiert. Wir haben uns auf das Vorkommen und Bestäubungsaktivität von den wichtigsten Arten in verschiedene Pflanzgesellschaften konzentriert.

Für diesen Zweck, haben wir eine typische Bauerlandschaft in der Nähe von Kutná Hora (Kuttenberg) ausgewählt. Unser Studienraum liegt an der Wasserscheide zwischen Elbe und Sázava in der Höhe rund um 500 m ü. M. Die Wiesen bilden ungefähr ein Viertel von Landschaft und die meisten wurden in den 70. Jahren bis verschiedenem Grad melioriert. Trotzdem, haben sich dort manche wertvolle Pflanzenarten behalten (z.B. Trollblume, Gemeiner Teufelsabbiss, Wald-Läusekraut). Alle Wiesen in unserem Studienraum sind in die tschechische Wiesenfördermaßnahmen einbezogen, d.h. dass sie zweischürig sind und dass sie nicht bedüngt sind. Das Heu findet am Anfang Juni statt, und die Grummet während der ersten Hälfte von September.

Die Schwebfliegen sind wesentliche Bestäuber (mehr als 20% von Besuche) von 17 aus 29 häufigsten blühenden Pflanzenarten Spätsommers im Vergleich zu 5, bzw. 11 Arten bei Honigbiene und Hummeln. Sie sind wichtiger für Bestäubung der Arten feuchterer Wiesengesellschaften. Ihre eigene Diversität ist besonders von der Verteilung der Pflanzengesellschaften abhängig. Manche Arten wie z.B. Sericomyia silentis kommen nur bei ihrer bevorzugten Pflanze vor. Doch die meisten Arten besuchen Pflanzen in mindestens zwei Pflanzengesellschaften. Die Schwebfliegengesellschaftenzusammensetzung unterscheidet sich ziemlich zwischen dem Wiesenkern und den Säumen am Wiesenrand oder entlang der Abwasserungspriele. Es gibt die Schwebfliegenarten die sich nur in der Nähe von Säumen halten (z.B. Eristalis pertinax, Helophilus pendulus) und Arten die sie im Gegenteil vermeiden (z.B. Episyrphus balteatus, Platycheiros sp., Sphaerophoria scripta).

Diese Erkenntnisse über Schwebfliegenökologie leiten uns zum Abschluss, dass die tschechischen Fördermaßnahmen sind nicht grundsätzlich schädlich, anderseits unterstützen sie die Schwebfliegen gerade auch nicht. Es kann drei Punkte vorgeschlagen werden, die die Fördermaßnahmen berücksichtigen sollten:

a)      Die Präsenz von unregelmäßig gemähten Säumen unterstützen (hilft auch manchen gefährdeten Pflanzen wie z.B. Trollblume).

b)      Die Pflanzengesellschaftenzusammensetzung berücksichtigen. Es ist nötig, dass die Feuchtwiesen auch wechselfeuchte und mäßig feuchte annahe hätten, weil die meisten Schwebfliegenarten (so wie andere Insekten) Pflanzen von mehrere verschiedene Wiesengesellschaften zur ihrer Ernährung brauchen.

c)      Die Fördermaßnahmen müssen in der Landschaft mehrere Wiesen von verschiedene Phänologie unterstützen nicht nur die wertvollsten, weil das Blühen der Pflanzen und Schwebfliegenentwicklung nicht synchronisiert sind und die Schwebfliegen nach der gerade Blühende Wiese ziehen müssen.

Presentováno na pracovním setkání k podobě nových agroenvironmentálních dotací v Rakousku Fachtagung - Blumenlos glücklich? organisovaném Universität für Bodenkultur, Wien (BOKU) dne 20.10. 2011.

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